Anakoluth #1

Eröffnung des Kunstraums Anakoluth

am Sonntag, 02. November ab 16:00 Uhr

Birgit Brühl – Keramik

Eva Pietzcker – Japanischer Farbholzschnitt

Eva Pietzcker, die 1966 in Tübingen geboren wurde, studierte von 1987 bis 1992 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, danach an der Hochschule der Künste in Berlin.

Seit 1991 ist sie als freischaffende Künstlerin in Berlin mit dem Schwerpunkt Druckgrafik tätig, zunächst im Bereich von Radierung und Siebdruck.
Mit der „Entdeckung“ der Technik des japanischen Holzschnittes aber hatte Eva Pietzcker ihr Medium gefunden. Sie schreibt dazu selbst: „Verglichen mit der westlichen Technik des Holzschnitts, nach der mit einer Walze aufgetragene Ölfarbe mit Hilfe einer Presse auf die Oberfläche des Papiers gedruckt wird, wird nach der japanischen Technik die mit Pinseln aufgetragene Wasserfarbe mit der Hand gedruckt, wobei sie tief ins Papier eindringt. Dadurch wirken Holzschnitte, die mittels dieser Technik gedruckt wurden, äußerst malerisch und ähneln eher Aquarellen.“
Diese Technik passt perfekt zum Sujet der Landschaftsmalerei, die sich im Werk von Eva Pietzcker schnell durchsetzt. Es entstehen Bilder von großer Ruhe und intensivem Ausdruck. Der Prozess der Realisierung verteilt sich dabei auf zwei Abschnitte. Vor Ort in der Landschaft, oft nach stundenlangem Suchen nach dem geeigneten Blick, manchmal auch in einem kleinen Boot auf dem See sitzend, entsteht rasch skizzierend ein Entwurf in Wasserfarben.
Gelegentlich ist es geradezu ein Wettlauf mit dem sich von Augenblick zu Augenblick verändernden Licht. Später, zuhause im Atelier, folgt dann das Schneiden der Druckplatten, das äußerste Genauigkeit und ruhige Konzentration in meditativer Sammlung erfordert.
Die Vereinigung dieser beiden Gegenpole, das blitzschnelle Skizzieren der augenblicklichen Stimmung, das keinen Raum für abwägende Gedanken lässt, und die in absoluter Konzentration vollzogene Umsetzung, die keine Ablenkung verzeiht – dies sind die äußeren Abläufe, in denen diese Werke mit ihrer geheimnisvollen faszinierenden Wirkung auf den Betrachter entstehen….
 2013_dahlie
…Es ist nicht nur die Technik selbst, die japanische Art des Holzschnittes, sondern insbesondere auch die Thematik ihrer Arbeiten, die Natur, genauer oft die eher unspektakulären Aspekte, die aber dennoch einen tiefen Eindruck in der menschlichen Seele hinterlassen, und deren Essenz in den Arbeiten von Eva Pietzcker unnachahmlich eingefangen ist…..
Friedrich Dimmling
 
Weitere Informationen auf der Homepage der Künstlerin:
www.pietzcker.de
Hier können Sie einen kurzen Film über Eva Pietzcker sehen:
http://www.meettheartists.de
 
Birgit Brühl, Bergen     Keramische Objekte

Birgit Brühl, Bergen     Keramische Objekte

 

Birgit Brühl (geboren in Köln) benutzt verschieden Drucktechniken bei ihren Arbeiten: Linolschnitt, Holzdruckstempel, Einlegearbeiten, Monotypien und Transferes. Diese Techniken kombiniert sie mit großem handwerklichen Können miteinander auf Porzellan und grauem Steinzeug.
Bis zu drei Brände (bei 950, 840 und 1260 Grad) sind notwendig, um die faszinierenden, poetischen Objekte und Gefäße zu vollenden.
 Nach einer Töpferlehre in Bayern und dem Studium der Gestaltung /Freie Kunst /Keramik in Kiel, Keramikdesign in Krefeld und Master in Bergen lebt und arbeitet die Künstlerin in Köln und Bergen/ Norwegen, wo sie auch als Fachlehrerin für Keramik an der Bergen Kulturschule unterrichtet.
 Über Birgit Brühl, Gewinnerin des Diessener Keramikpreises 2010:
 “Gezeigt hatte Birgit Brühl beim Diessener Keramikpreis eine aus Platten aufgebaute Gefäßgruppe, von der die Jury in ihrer Begründung sagte:
“Es ist ein Wagnis und künstlerisches Können, so mit Farbe, Dekor, Gold und vielen anderen Mitteln und auch haptischen Qualitäten zu arbeiten und sich dabei nicht zu verlieren. In stark abstrahierter Form erzählen die Gefäße Geschichten, so lassen sich unter anderem Baggerschaufeln, Kräne und Bauteile erkennen. Dieser “männlichen” Welt werden “feminine” florale Elemente und Golddekor hinzugefügt.
Die Idee zu dieser Arbeit kam Birgit Brühl, als in der Straße, in der sie lebt und arbeitet, eine Großbaustelle errichtet wurde.” 
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“Neue Keramik” Heft 3/2011
 “Ihr Wettbewerbsbeitrag besteht aus einer Gruppe kubischer Vasenobjekte. Auf diesen klar geformten Stücken gestaltet sie die Oberflächen durch unterschiedlichste Dekorationstechniken – Glasur, Engoben, Farbkörper, Abziehbilder, gekratzte und offene Bereiche.”
Augsburger Allgemeine
 

Bilder von der Eröffnung