Anakoluth #8 „Köln“

Ausstellung bis zum 23. 01. 2016

Mi + Do 16-18:30, Sa 12-14:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Kölner Bucht von Hürth-Fischenich © Eusebius Wirdeier, DGPh

Kölner Bucht von  Hürth-Fischenich. 1.7. 1988  © Eusebius Wirdeier, DGPh

     Eusebius Wirdeier                  

Inspektion: kölsch? –  Heimatphotographie

„Im Sommer/Herbst 1990 hatte ich meine erste Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum. Eusebius Wirdeier – kölsch? – Heimatphotographie. Das ist im Herbst 2015 genau 25 Jahre her. Mit “Inspektion” meine ich, dass ich meine Fotografien vom Ende der 1980er-Jahre mit Fotografien aus diesem Jahr 2015 überprüfe.
Praktisch sieht das so aus, dass ich seit einigen Wochen Porträts von Flüchtlingen in Köln aufnehme. Es sind Asylbewerberinnen und Asylbewerber, deren Antrag noch nicht entschieden ist und die seit Monaten in Köln leben. Diese schwarzweißen Porträts zeige ich zusammen mit meinen ebenfalls schwarzweißen Fotografien aus der Werkgruppe “kölsch? – Heimatphotographie” im Kunstraum Anakoluth.“

Eusebius Wirdeier, im Oktober 2015 

Sinti- und Roma-Pänz auf dem bewachten Lagerplatz Hugo-Eckener-Straße im Gewerbegebiet Ossendorf. 7. 11. 1988 © Eusebius Wirdeier, DGPh

Sinti- und Roma-Pänz auf dem bewachten Lagerplatz
Hugo-Eckener-Straße im Gewerbegebiet Ossendorf.
7. 11. 1988   © Eusebius Wirdeier, DGPh

„Ein Bildband monochromer Blicke mit der Annäherung aus flacher, ländlicher Umgebung in das Herz der Stadt hinein und mittendrin.

Zustände, Vorgänge, Ereignisse, meist der „kleinen Leute“.

„Das Abstruse existiert einträchtig neben dem Normalen, das Originelle, Komische neben dem Ernsten, die Politparole als Kulisse hinter dem unbeeindruckten Alltag. Bisweilen blitzt das Winzige in der Totalen als bestimmender, witziger Akzent…“

L. Fritz Gruber , 1990 im Vorwort zu Buch und Ausstellung „kölsch? – Heimatphotographie“

Bundesbahntrasse und Hansahochhaus vom Hauptbahnhof aus, 12. 8. 1989 © Eusebius Wirdeier, DGPh

Bundesbahntrasse und Hansahochhaus vom Hauptbahnhof aus,
12. 8. 1989   © Eusebius Wirdeier, DGPh

“In den Fotografien können wir Eusebius Wirdeier auf seinen Wegen durch die Städte begleiten. Er ermöglicht uns detaillierte Blicke und vermittelt uns für ihn wichtige Details seines Umfeldes. Er gibt uns sein Wahrnehmungsbild wieder unter Vermeidung jeglicher einseitiger Interpretationen.

So erkennen wir Plätze, Straßen oder eine bestimmte Haltestelle anders – neu, so, wie wir es möglicherweise noch nie wahrgenommen haben. Es stellen sich Widererkennungseffekte und Überraschungsmomente ein. Die Arbeiten stiften Identität. Hier kommt unweigerlich der Begriff der „Heimat“ zum tragen. „Heimat“ zählt heute zu den großen Themen der Epoche, nicht nur in der bildenden Kunst, der Fotografie oder der Literatur.

Auch wenn Eusebius Wirdeier sein Kölsch-Buch noch ironisch mit Heimatfotografie überschrieben hat – er kann als Heimatfotograf bezeichnet werden. Eusebius Wirdeier ist Chronist, Dokumentarist, Langzeitbeobachter und Berichterstatter in einem. Anhand seiner Fotografien lässt sich die inhaltliche Veränderung des Begriffs „Heimat“ deutlich ablesen. “

Adelheid Teubner/ Komenda M.A. 2003, Brühler Kunstverein

Rheinufer bei Köln-Rodenkirchen, von der Autobahnbrücke. 10/1987 © Eusebius Wirdeier, DGPh

Rheinufer bei Köln-Rodenkirchen, von der Autobahnbrücke. 
 10/ 1987      © Eusebius Wirdeier, DGPh

Die Arbeiten von Eusebius Wirdeier wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Weitere Informationen: www.eusebius-wirdeier.de

„Der Himmel über Köln“

Künstlerteller-Unikate von

Birgit und Beate Brühl, Luzia-Maria Derks,
 Kirsten Diez-Reinbeck

Stephan Fischer, Sabine Flora, Martin Graf, Anita Herzog-Graf

Mathias Kadolph, Sabine Odensass, Maf Räderscheidt

Birgit Rüberg, Regine Schirmer, Antje Winkler-Sueße

Eusebius Wirdeier, Aylin Yesilyurt, Tibor Zsigmond

Einer Einladung des Kunstraum Anakoluth zum Zeichnen und Malen auf Teller und Tiegel in der Farbe Blau sind 16 KünstlerInnen gefolgt. Eingetroffen zur Ausstellung sind die unterschiedlichesten Unikat-Teller. Mehr oder weniger eng am Thema “Der Himmel über Köln” und an denMaterial-Vorgaben können Sie witzige, überraschende, einmalige Teller sehen.

 

Vernissage am 21. 11.