Anakoluth #6 „Die Einstein-Rosen-Brücke“

Julius Schmiedel und Michael Schmitt

Installation im Schaufenster  27. Juli – 6. September 2015

(permanent zu sehen)IMG_3448

Ein Zug fährt durch die Galerie und macht eine Zeitreise durch das Universum… Der Audio-Guide der beiden Künstler wird Ihnen den Einstieg in die Zeitreise ermöglichen.

Audio-Guide : Tel. 0221-67774878

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Einsteigen!

 

IMG_3501 - Arbeitskopie 3IMG_3533 - Arbeitskopie 2

Die Einstein-Rosen Brücke – oder das „Wurmloch für Zeitreisen“

In der Astrophysik oder den Weiten des Universums gibt es kein Ende von Raum und Zeit. Raum und Zeit können aber durch die Schwerkraft so stark gekrümmt werden, dass Gegenwart und Vergangenheit sich begegnen, dass Hier und Dort miteinander verschmelzen. Für eine solche Begegnung muss man aber ein so genanntes Wurmloch finden und hindurch schlüpfen.

Wurmlöcher sind eines der größten Rätsel, die Albert Einstein und sein Kollege Nathan Rosen uns 1935 in ihrem Artikel in „The Physical Review“ mitgegeben haben.
Wurmlöcher sind gedachte oder theoretische Öffnungen in der Raumzeit, durch die man sehr schnell zu sehr, sehr weit entfernten Orten, z.B. von unserem Universum in ein fremdes, außerirdisches Universum gelangen kann. Die Brücke zwischen zwei Universen, die so genannte Einstein-Rosen-Brücke, ist das Wurmloch, durch das man schlüpfen kann, wenn man von einem Universum in ein anders kommen will.

Leider sind die Einstein-Rosen-Brücken aber sehr instabil und haben nur eine äußerst kurze Lebensdauer. Ein Raumschiff könnte demnach einen solchen Wurmloch-Tunnel nur schwer benutzen, denn kaum ist er entstanden, bricht er schon wieder unter seiner eigenen Schwerkraft zusammen.

Das gilt aber nicht für das Modell der Einstein-Rosen-Brücke der Künstler Julius Schmiedel und Michael Schmitt. Ihre magische Eisenbahn startet in einem Universum, verschwindet im Wurmloch-Tunnel, und erscheint in einem anderen Universum.
Beobachtet oder experimentell bestätigt werden konnten Wurmlöcher bisher allerdings nicht.

Dipl.-Phys. Mike Hammes, Bergische Universität Wuppertal

Julius Schmiedel

geb. 1984 in Köln, Diplom 2015 KHM; Nominiert für den International Light Art Award 2015, Ausstellungen: Akademie der Künste, Berlin; Kobe Museum, Japan; MIT, Cambridge, USA; Kai 10, Düsseldorf; Center for Holographic Art, New York u. a.

www.julius-schmiedel.de

Michael Schmitt

geb. 1977 in Augsburg, Diplom 2008 Staatl. Hochschule Karlsruhe und  2012 KHM Köln; Ausstellungen: Montevideo – Netherlands Institute for Video and Contemporary Art, Amsterdam; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen; Haus am Lützowplatz, Berlin u.a.

www.mschm.de

 

IMG_3452